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Über uns
 

Nach unserem kulturhistorischem Bummel durch Paretz werden sie hungrig geworden sein. Deshalb seien sie herzlich zu einer Einkehr ins "Gotische Haus" eingeladen. Sie finden uns am Rande des vom Hofgärtner David Garmatter angelegten englischen Park -vis a`vis von Schloss und Kirche. Nur unschwer werden sie in der Fassade unseres Restaurants die gotischen Fenster wiedererkennen, die schon die Paretzer Dorfkirche zieren.Selbstredend wurde auch das Gotische Haus auf den Reißbrettern David Gills entworfen. Nur der Verwendungszweck war während der Grundsteinlegung 1796 ein anderer. Das mit seiner neogotischen Spitzfensterfassade zu den schönsten Häusern des Havellandes zählende Gebäude war Schmiede, teils Gaststätte. Nach 1918 ist aus der Dorfschmiede dann vollständig eine Restauration geworden.

 

über Paretz

 

 

Wir befinden uns also in Paretz, das heute für Auto- und Fahrradfahrer aus dem nur 17 km nahen Potsdam- und auch dem nur wenig weiter entfernten Berlin natürlich- ein beliebter Endpunkt ist. Schon Theodor Fontane im Jahr 1869 das kleine Haveldorf besuchte, überwältigte den Prosaiker das Gefühl, ein paradiesisches Fleckchen entdeckt zu haben. Bereits 1795 hatte Kronprinz Friedrich Wilhelm III. das Dorf Paretz und zwei Jahre später auch das Herrenhaus des Grafen Blumenthal erworben. Mit David Friedrich Gilly (1764-1808) fand er den Baumeister, der dem königlichen Sommersitz den architektonischen Rahmen geben konnte. Dabei hatte der Kronprinz Gilly eingeschärft: "Nur immer denken, daß Sie für einen armen Gutsherren bauen." So entstand ein frühklassizistisches Schloß im bescheidenen ländlichen Stil in dem König Friedrich Wilhelm III. und die in Preußen einst- nicht nur wegen ihres mutigen Auftretens gegeüber Napoleon- verehrte Königin Luise ihre glücklichste Zeit verbrachten.

 

Das gesamte Dorf wurde neu gestaltet. Viele Bauernhöfe stehen heute noch und strahlen teilweise wieder in ihren typischen warmen Ockerfarben. Ein besonderes Erlebnis bietet die Kirche. Das Längsschiff weist auf romanischen Ursprung hin und ist wahrscheinlich um 1200 entstanden. Gilly ließ 1797 den quardratischen Turm und das Querschiff anfügen. In der seitlichen Königsloge erinnet eine Reliefplatte von Gottfried Schadow, dem Schöpfer der Quadriga auf dem Brandenburger Tor, an Königin Luise.